Ereignisse 2013

1225 Jahre Kleingartach

Das Festjahr neigt sich langsam dem
Ende zu. Weshalb wir die Dekorationen an den Orteingängen (bevor der erste
Schnee fällt), abräumen wollen. Dies wird am Sa. 09.11.2013 erfolgen. Wir alle
Helfer treffen sich um 9:00 Uhr am Rathaus. Wer einen Anhänger hat kann diesen
gerne mitbringen!

 

Timo Maurer

1. Vorsitzender HuKK

Stadtführung in Kleingartach zum Tag des offenen Denkmals

 

 

Am Sonntag, 8. September 2013 findet in Eppingen-Kleingartach um 15.00 Uhr eine Historische Stadtführung zum Tag des offenen Denkmals unter dem Aspekt "Was wäre wenn es im 19. Jh. schon den Denkmalschutz gegeben hätte? - Die Niederlegung der Kleingartacher Stadtbefestigung" statt. Treffpunkt: altes Schul- und Rathaus (Verwaltungsstelle, Zabergäustraße 23-25). Dauer: ca. 90 Minuten; Stadtführer Alexander Krysiak präsentiert den historischen Stadtkern von Kleingartach als denkmalgeschütztes Ensemble. Veranstalter: Heimat und Kultur Kleingartach e.V.

 

Beschilderung der Kleingartacher Wander- und Themenwege mit 60 Wanderschildern

 

Der Heimat und Kulturverein Kleingartach hat in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Kleingartach vor kurzem eine Wanderkarte entwickelt, die es Wanderern und Radfahrern nun ermöglicht auf verschiedenen Wegen das Leintalstädtchen Kleingartach im Oberen Leintal zu erkunden. An drei zentralen Standorten sind im Frühjahr bereits Wandertafeln aufgestellt worden, die nun eine erste Orientierung bieten: in der Rieslingstraße am Radweg nach Niederhofen, an der Infotafel Ecke Zabergäustraße/ Leintalstraße und auf dem Schillerplatz. In Kleingartach verfügt man nun über drei Wanderwege (Rundweg vorbei am Kirschenhof, Durchs schöne Seebachtal, Panoramaweg) und vier Themenwege (Biblischer Weinpfad, Grenzsteinpfad, Weidenlehrpfad und Historischer Rundgang durchs Städtle). Ausgangspunkt ist jeweils der Schillerplatz, wo auch ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Lediglich der Themenweg „Grenzsteinpfad“ beginnt an der Trollingerhütte bei der Birnbaumallee. Alle Wandertouren sind auch mit dem Fahrrad befahrbar. Als Orientierung bei der Wanderung dienen jeweils auf die Wandertour abgestimmte Wanderschilder, die den Wanderer bzw. Radfahrer leiten.

In den letzten Tagen wurden bei schönem Wetter von Gotthilf Sachsenheimer und Alexander Krysiak die Wander- und Themenwege mit insgesamt 60 Schildern gekennzeichnet. Der Heimat- und Kulturverein bedankt sich an dieser Stelle bei Günther und Johanna Blasinger für ihre Spende zur Finanzierung der Wanderschilder. Dank gebührt auch Hermann Schnabel, der die drei Wanderwege bereits im Vorfeld ablief und eine Wegbeschreibung verfasst hat. Zu erwähnen ist außerdem, dass die Kleingartacher Ortsverwaltung um Ortsvorsteher Friedhelm Ebert diese Aktion wohlwollend billigte.

In Arbeit ist derzeit noch eine Kleingartacher Wanderbroschüre, in der die Touristen Informationen zu den Wandertouren erhalten werden.

 

Alexander Krysiak/ Heimat und Kultur Kleingartach e.V.

Ehemalige Leinburg nun als Kulturdenkmal registriert – Ein Erfolg für die Heimatgeschichte

 

Das ehemalige Burgareal der Leinburg auf dem Höhenrücken des Leinbergs ist in der Datenbank des Landesdenkmalamts beim RP Stuttgart nun als Kulturdenkmal gemäß §2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG) des Landes Baden-Württemberg registriert. Nachdem die Leinburg in den letzten Jahren von Heimatforscher Alexander Krysiak maßgeblich erforscht wurde, führte die Weitergabe der neu herausgefundenen Erkenntnisse an das Denkmalamt nun zur Registrierung als wichtiges Kulturdenkmal, an dessen Erhalt im Sinne von §2 DSchG „aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht“. Zuvor war die Leinburg nur provisorisch als Kulturdenkmal beim Landesdenkmalamt erfasst. Zudem kam die Bestätigung vom Landesdenkmalamt, dass es sich bei der Leinburg um eine zweiteilige Burganlage handelt: mit der Hauptburg auf dem östlichen Plateau und einer Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden auf dem westlichen Plateau. Von der abgegangen Leinburg sind heute nur noch wenige Spuren sichtbar, wie etwa die Hangmauer mit stauferzeitlichen Buckelquadern und die Halsgräben zur Sicherung der einstigen Burg an den Angriffsseiten. Die Höhenburg mit einer Blütezeit zwischen dem 13. und 15. Jh. führte zur Gründung unseres Nachbarortes Niederhofen und zur Erhebung Kleingartachs zur Stadt. Gründe genug um diesen Siedlungsplatz offiziell schützen zu lassen, um weiteren Raubbau zu verhindern.

Im Zeichen von Wein und Brot – Weiberzeche in Kleingartach

 

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei!“, diese Weisheit nahmen sich die Kleingartacher Frauen zu Herzen, um vor der Fastenzeit am Abend des Aschermittwoch auf Kosten der Gemeinde Wein und Vesper zu genießen. Bereits zum fünften Mal wurde die Weiberzeche seit ihrer Wiedereinführung 2009 im Leintalstädtchen ausgerichtet.

Rund 65 Kleingartacher Frauen aus allen Altersklassen waren der Einladung von Ortsvorsteher Friedhelm Ebert und des Heimat und Kulturvereins Kleingartach gefolgt und versammelten sich auch am diesjährigen Aschermittwoch in der Weinbaustube im historischen Rathaus von Kleingartach, um sich von den Männern mit Württemberger Wein und belegten Broten verköstigen zu lassen. Es ist nämlich überliefert, dass früher alle Frauen der Stadt, die Frondienste leisten mussten, einmal im Jahr im Rathaus empfangen wurden, um dort auf Kosten der Gemeinde zu feiern. Dazu wurde als weit sichtbares Zeichen eine Weiberfahne auf dem Rathaus aufgesteckt. Das Rathaus war in der Hand der Frauen. 1607 wurde die Weiberzeche allerdings von der Gemeinde verboten, da diese nette Gepflogenheit wohl ausartete. Diesen alten Brauch möchte man weiterhin in Kleingartach pflegen und dadurch den Frauen einmal danke sagen. Nach einem Sektempfang und der Begrüßung durch Ortsvorsteher Ebert wurde den Frauen verschiedene Weine und Wurst- und Käsebrote angeboten. Auch ein kulturelles Rahmenprogramm durfte natürlich nicht fehlen. Frau Dr. Döbele-Carlesso aus Brackenheim, die einst maßgeblich an der Wiedereinführung der Weiberzeche in Kleingartach beteiligt war, gab eine kurze Lesung aus ihrem Buch „Frauen und Wein“ und brachte den Zuhörerinnen den württembergischen Brauch der Weiberzeche nahe. Ein Highlight der diesjährigen Weiberzeche war eine historische Modenschau - moderiert von Renate Marquetand - die auf die 1225-Jahrfeier einstimmen sollte. Zu sehen gab es verschiedene Kleider und Gewänder aus verschiedenen Epochen für Mann und Frau. Vertreten waren neben Magd, Bäuerin und Knecht auch Edelfrau, Edelherr und Magistrat. Unter den eingeladenen „Ehrenfrauen“ war auch dieses Jahr Frau MdL Friedlinde Gurr-Hirsch, die wieder in gekonnter Weise „Weinzitate“ zum Besten gab. „Bedienung und Vereinsmitglied“ Alexander Krysiak trug das Gedicht „Wein und Brot“ von Ludwig Uhland vor, das thematisch zum Abend passte. Vertieft in Gespräche und versorgt mit reichlich Wein und Brot, standen die Kleingartacher Frauen bis kurz vor Mitternacht beisammen. Ein Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die wieder einmal für eine gelungene Veranstaltung gesorgt haben.

 

 

13. Februar 2013